05.06.2012
Spitalzentrum Biel auf Kurs
Das Spitalzentrum Biel geniesst bei der Bevölkerung der Region grosses Vertrauen: 64 460 Patientinnen und Patienten liessen sich im vergangenen Jahr in diesem Akutspital behandeln – rund 4500 mehr als im Jahr 2010. Auch in diesem Jahr ist das Spitalzentrum auf Kurs, und die Umstellung auf das neue Tarifsystem SwissDRG verlief bis anhin insgesamt positiv.
Mehr Patienten und ein positiver Rechnungsabschluss: An einer Medienkonferenz hat das Spitalzentrum Biel (SZB) am Dienstag sein Jahresergebnis 2011 vorgelegt und nach fünf Monaten SwissDRG eine erste Bilanz gezogen. Dr. Fredy Sidler, Präsident des Verwaltungsrats, Bruno Letsch, Vorsitzender der Geschäftsleitung, sowie Prof. Dr. Urban Laffer, Medizinischer Leiter und Chefarzt Chirurgie, standen den Medien Red und Antwort.
Führendes Spital in der Region Biel-Seeland
Im vergangenen Jahr hat sich das SZB erfreulich entwickelt. Von Januar bis Dezember wurden 64 460 Patientinnen und Patienten behandelt – das sind rund 4500 mehr als im Jahr 2010. Im ambulanten Bereich stieg die Zahl der Patienten um 9,5 Prozent auf 51 923, im stationären Bereich um 0,6 Prozent auf 12 537. Damit bleibt das SZB klar das führende Spital in der Region Biel‑Seeland-Berner Jura. Trotz eines schwierigen Umfelds und weiter sinkender Preise für stationäre Behandlungen schliesst die Rechnung 2011 mit einem Gewinn von 1,2 Millionen Franken ab.
Umstellung auf SwissDRG bisher insgesamt positiv
Das laufende Geschäftsjahr steht ganz im Zeichen der neuen Spitalfinanzierung und der Einführung des Tarifsystems SwissDRG per 1. Januar 2012. Das Spitalzentrum Biel konnte sich auf dieses System gut vorbereiten und wird seinen Entwicklungsprozess auch unter den veränderten Rahmenbedingungen konsequent und zielsicher fort-setzen. Die ersten Erfahrungen sind weitgehend positiv, die technischen Umstellungen verliefen bis anhin ohne grössere Probleme. Die Schwierigkeiten, die identifiziert wurden, betreffen in erster Linie die ungelösten Meinungsdifferenzen mit den Versicherern betreffend Tarife und der Übermittlung von Patientendaten sowie den administrativen Mehraufwand. Allerdings kann das Spitalzentrum in der laufenden Umbruchphase davon profitieren, dass es bereits seit dem Jahr 2010 mit Fallpauschalen rechnet. Das neue Tarifsystem stellt somit keine gänzlich neue Erfahrung dar.
Kooperationspartner suchen, Synergien nutzen
Sein medizinisches Leistungsangebot will das Spitalzentrum Biel in den nächsten Jahren kontinuierlich verbessern und gezielt ausbauen – mit eigenen Mitteln und in Zusammenarbeit mit externen Partnern. Vor wenigen Tagen erst konnte der Start einer langfristigen Kooperation mit „dasRückenzentrum AG“, einer anerkannten interdisziplinären Spezialistin für Behandlungen im Bereich der Wirbelsäule, vermeldet werden. Patienten aus der Region Biel-Seeland, die bisher nach Bern oder Thun überwiesen werden mussten, können sich neu direkt im SZB behandeln lassen. Ein weiterer Meilenstein ist die Kooperation mit der Bieler Privatklinik Linde: Im April 2012 haben die beiden Spitäler eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, mit der sie ihre Zusammenarbeit weiter intensivieren und die Attraktivität des Medizinalstandorts Biel steigern wollen.
